Paroxetin gegen Depressionen

Paroxetin, ein Wirkstoff aus der Klasse der Antidepressiva, zählt zu den selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI).  In der richtigen Dosierung hilft Paroxetin gegen Depressionen, gegen Angst-, Panik- und Zwangsstörungen sowie gegen posttraumatische Belastungsstörungen. Dieser Beitrag befasst sich mit der Anwendung, der Wirkung und den Nebenwirkungen von Paroxetin.

Anwendung und Einsatzgebiete

Die Einnahme erfolgt meist morgens mit dem Frühstück. Wenn eine Depression oder eine Angststörung vorliegt, beträgt die empfohlene Dosis 20 mg pro Tag, kann aber vom Arzt auf bis zu 50 mg pro Tag erhöht werden, wenn er es für nötig hält. Für Zwangs- und Panikstörungen kommen je nach Verlauf zwischen 10 mg und 60 mg pro Tag zur Anwendung. Bei Senioren sollte die Dosis nicht höher liegen als 40 mg pro Tag.

Wie bei den meisten SSRIs zeigt sich auch hier erst nach mehreren Wochen der erwünschte Effekt. In der initialen Phase können sich die Symptome sogar verschlimmern. Daher sind die Patienten bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig zu überwachen. Der gesamte Behandlung kann mehrere Monate oder länger dauern. Manchmal ist auch eine Behandlung für mehrere Jahre erforderlich, wobei der Nutzen der Therapie laufend zu überprüfen ist.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen sind erhöhte Cholesterinwerte, geringer  Appetit, Schläfrigkeit am Tag und Schlafstörungen bei Nacht, seltsame Träume, Schwindel, Tremor, Kopfschmerzen, mangelnde Konzentration, Übelkeit und starkes Schwitzen. Eine genaue Auflistung der möglichen Nebenwirkungen ist in der Fachinformation zu finden.

Absetzsymptome

Bei vielen Antidepressiva treten Absetzsymptome auf, wenn die Therapie abrupt beendet wird. So ist es auch in diesem Fall. Die Patienten berichten unter anderem über Schwindel, unruhigen Schlaf, Angst, Übelkeit, Zittern, Verwirrtheit und Kopfschmerzen. Um diese Probleme zu vermeiden, empfiehlt sich ein Ausschleichen der Behandlung. Hierbei reduziert man die Dosis in mehreren Schritten über mehrere Wochen oder Monate.

Paroxetin gegen Depressionen ohne Rezept kaufen?

Wie alle SSRIs ist auch dieses nur auf ärztliche Verordnung erhältlich. Wer Paroxetin kaufen möchte, benötigt also ein Rezept vom Arzt. Ein einfaches Rezept reicht aus, da der Wirkstoff nicht als Betäubungsmittel gilt. Im Internet bieten einige Shops Paroxetin rezeptfrei an. Aufgrund der fehlenden Beratung durch einen Arzt ist davon jedoch abzuraten.


Fachinformation - Paroxetin gegen Depressionen
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