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Mianserin gegen Depressionen

Mianserin kommt wegen seiner Nebenwirkungen nur selten zum Einsatz. Wenn andere Antidepressiva versagt haben, ist es aber nach wie vor eine Option. Das Medikament wirkt auf bestimmte Neurotransmitter ein, die an der Entstehung einer Depression beteiligt sind. Für Patienten, die außerdem an einer Schlafstörung leiden, kann Mianserin besonders hilfreich sein.

Eine Depression kann ohne ersichtlichen Grund auftreten oder durch ein Lebensereignis wie ein Beziehungsproblem, einen Trauerfall oder eine Krankheit entstehen. Menschen mit Depressionen haben eine konstant niedrige Stimmung und andere Symptome, die so stark sind, dass sie das Leben im Alltag beeinträchtigen.

Mianserin: nicht für alle geeignet

Einige Antidepressiva sind für Menschen mit bestimmten Erkrankungen nicht geeignet. Manchmal sind sie auch nur mit besonderer Vorsicht anwendbar. Das gilt unter bestimmten Umständen auch bei Mianserin.

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist Mianserin nicht zu empfehlen. Vorsicht ist auch geboten bei Überaktivität der Schilddrüse, Epilepsie, Diabetes, häufigen Verstopfungen, Problemen beim Wasserlassen, Herz-/Kreislaufstörungen, bestimmten psychischen Problemen wie bipolarer Störung oder Psychosen, erhöhtem Augeninnendruck, Glaukom, Phäochromozytom und Porphyrien.

Der Arzt muss auch alle anderen Arzneimittel berücksichtigen, die der Patient oder die Patientin einnimmt, darunter auch rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Das ist besonders wichtig, wenn zuvor ein MAO-Hemmer im Einsatz war.

Anwendung

Wer in der Apotheke Mianserin kaufen möchte, benötigt dafür ein ärztliches Rezept. Vor Beginn der Behandlung ist es wichtig, die Packungsbeilage zu lesen. Dort finden sich weitere Informationen über Mianserin und eine vollständige Liste der Nebenwirkungen, die bei der Einnahme auftreten können.

In der Regel wird zu Beginn eine Dosis von 30 bis 40 mg täglich verschrieben. Diese Dosis ist, je nach ärztlicher Anordnung, über den Tag verteilt oder als Einzeldosis vor dem Schlafengehen einzunehmen. Wenn sich der Körper daran gewöhnt hat, kann die Dosis – wiederum nur auf ärztliche Anordnung – erhöht werden.

Die Mianserin-Tabletten sind stets im Ganzen zu schlucken. Man darf sie also nicht zerkleinern oder zerkauen. Die Einnehme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Wenn die Einnahme einer Dosis vergessen wurde, ist sie nachzuholen, sobald man sich daran erinnert. Wenn es aber schon fast Zeit für die nächste Dosis ist, lässt man die vergessene Dosis aus und nimmt die nächste, sobald sie fällig ist.

Wie wirkt Mianserin am besten?

Während der Behandlung ist es wichtig, die regelmäßigen Arzttermine einzuhalten. Hierbei werden Blutuntersuchungen durchgeführt (vor allem in den ersten Monaten der Behandlung) und die Fortschritte besprochen.

Viele Patienten haben das Gefühl, dass die Tabletten nicht sofort wirken. Es kann ein oder zwei Wochen dauern, bis sich die Wirkung einstellt, und vier bis sechs Wochen, bis der volle Nutzen spürbar ist. Es ist wichtig, die Tabletten nicht abzusetzen. Vor allem zu Beginn der Behandlung kann sich die Depression verstärken und es können sogar Suizidgedanken aufkommen. Wenn das passiert, ist es wichtig, dem Arzt oder der Ärztin sofort davon zu erzählen.

Es gibt viele Arten von Antidepressiva. Jedes wirkt auf eine etwas andere Weise und kann andere Nebenwirkungen haben. Wer auch nach mehreren Wochen noch das Gefühl hat, dass Mianserin nicht hilft, sollte dies beim Arzt zur Sprache bringen. In manchen Fällen ist es erforderlich, mehrere Antidepressiva zu probieren, bis das passende gefunden wird.

Quelle

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